Wildau, Schwartzkopff-Siedlung
Gründerzeit trifft Moderne: Modernisierung einer denkmalgeschützten Arbeitersiedlung
Die WiWO ist Preisträger des Sonderpreises „Denkmalschutz im Wohnungsbau“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Aus dem Votum der Jury
Diese Siedlung, ein frühes Beispiel eines patriarchalischen Unternehmergeistes, lag lange wegen ungeklärter Eigentumsverhältnisse brach.
Die kommunale Wohnungsgesellschaft, die neuer Eigentümer wurde, hat die Anlage unter strengsten Auflagen der Denkmalbehörden grundlegend modernisiert und für eine heterogene
Bewohnerschicht mit einer Mischung aus freifinanzierten und öffentlich geförderten Miet -wohnungen mit neuem Leben gefüllt.
Die bereits ursprünglich großzügig geschnittenen Grundrisse wurden mit moderner Haustechnik und neuen sanitären Anlagen versehen und in
variabel nutzbare Wohneinheiten verwandelt. Der Denkmalanspruch wurde folgerichtig auch auf die Wiederherrichtung der verwilderten Mieter gärten ausgedehnt.
Um dies zu sichern, entwickelten die Planer eine Fibel für die großzügig geschnittenen Mietergärten, die dazu beitragen soll,
das ursprünglich einheitliche Bild zu erhalten.
Die Jury würdigte das Engagement der kommunalen Wohnungsgesellschaft, die kulturgeschichtlich bedeutende Siedlung nicht nur denkmalpflegerisch, sondern auch energetisch beispielhaft zu sanieren und dabei den ganzheitlichen Zusammenhang von Wohngebäuden und Wohnumfeld zu wahren.
Die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft mbH (WiWO)
Die WiWO ist mit einem eigenen Wohnungsbestand von rund
1.900 Wohnungen der größte Wohnungsanbieter in der Gemeinde Wildau.
Sie ist am 27. Juni 1991 gegründet worden. Alleiniger Gesellschafter
der WiWO ist die Gemeinde Wildau.
Neben der Bewirtschaftung des eigenen Wohnungsbestandes
verwaltet die WiWO Wohneigentum für Dritte. Darüber hinaus
hat sie sich mit der Errichtung von fünf Stadtvillen im Wohnpark
Stolze-Schrey-Straße erstmals im Bauträgergeschäft betätigt.
Auszeichnung mit Qualitätssigel für die WiWO
„GEWOHNT GUT“ GEHT IM OKTOBER NACH WILDAU
Passend zur bunten Jahreszeit geht das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ im Oktober an ein besonders farbenfrohes Projekt. Mit ihrem „Komfort für Generationen“ macht die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft mbH (WiWO) mitten im Zentrum Wildaus komfortables Wohnen für Senioren im modernisierten, bunten Plattenbau möglich.
„Schon von Außen besticht das Gebäude durch sein ansprechendes, zeitgemäßes Farbkonzept. Hier wie auch bei der Gestaltung der Innenräume und Wohnungen wurde an die Bewohner dieses markanten Wohnhauses gedacht. Das gilt auch für die zahlreichen Zusatzservices, mit denen den Bewohnern eine lange Selbständigkeit ermöglichst wird. Damit ist dieses Projekt vorbildlich“, so die „Gewohnt gut“-Jury in ihrer Begründung der Auszeichnung.
BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern: „Die Auszeichnung ist sehr verdient. Die WiWO hat hier nicht nur Raum für gutes Wohnen geschaffen. Darüber hinaus hat sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stärkung der Innenstadt geleistet.“
Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger gratulierte der WiWO: „Wildau kann sich auf sein kommunales Wohnungsunternehmen verlassen. Es ist ein wertvolles und kraftvolles stadtentwicklungspolitisches Instrument.“
In den Umbau des 1979 errichteten Wohngebäudes investierte die WiWO rund 3,5 Millionen Euro. „Uns ging es hier darum, sicheres, gutes und gemeinschaftliches Wohnen im Alter zu ermöglichen“, so WiWO-Geschäftsführer Frank Kerber. Die WiWO freue sich sehr über diese Anerkennung, die Ansporn Unternehmen, Geschäftsführung und Mitarbeiter sei.
Das Qualitätssiegel
Das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – Fit für die Zukunft“ wird monatlich vom Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) vergeben und steht unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger.
Durch die Auszeichnung beispielhafter Projekte soll darauf aufmerksam gemacht werden: Für die Wohnungsunternehmen sind auch Stadterneuerung und Aufwertung zentrale Bestandteile des Stadtumbauprozesses. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die neben dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) aus Vertretern der Arbeitsgemeinschaft „Innenstadtforum Brandenburg“, dem Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) sowie dem MIL besteht.
BUNTER KOMFORT – MITTEN IM ORT
„Ein Projekt mit solchen Ausmaßen vermutet man eher in Berlin als hier bei uns in Wildau.“ Mit diesen Worten beschreibt Dr. Uwe Malich, Bürgermeister von Wildau, die „Fichte 105“. Bis auf das Stahlskelett wurde das Gebäude entkernt, sämtliche Wohnungsgrundrisse völlig neu gestaltet und mit neuen Trennwänden für optimalen Schallschutz im Haus gesorgt.
Anker im Stadtzentrum
Durch die umfassende Neugestaltung des markanten Wohnblocks in der Fichtestraße 105 konnte die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft mbH (WiWO) einen starken positiven Akzent in einer zentralen Innenstadtlage setzen.
Zufriedene Mieter
„Unser Konzept ist erfolgreich, unsere Mieter sind zufrieden“, fasst Frank Kerber, Geschäftsführer der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft mbH (WiWO), zusammen. Alle 50 Wohnungen seien vermietet, die Nachfrage ist groß. Die Mieter geben ihm Recht: „Hier wohnt es sich wie in einem schönen Hotel“, so eine Seniorin.
Dienstleistungen im Haus
Oberstes Ziel der WiWO: Selbständigkeit und Mündigkeit der Bürger bis ins hohe Alter gewährleisten und fördern. Groß geschrieben wird außerdem eine gute Nachbarschaft. „Dieses Konzept lag auch der Auswahl der Mieter unserer Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss zu Grunde. Wir haben hierbei besonders auf den Nutzen für die Mieter geachtet“, so Kerber. Einziehen konnten hier der Familientreff „Kleeblatt“, eine Physiotherapie, eine Logopädische Praxis und der Seniorentreff der AWO. Hier können ältere und jüngere Menschen in der Fichtestraße zu Mittag essen.
Auch ein großzügiger Mehrzweckraum und ein Waschcenter sind im Haus. „All diese Räume sind auch als Kontaktgelegenheiten gedacht“, unterstrich Kerber. Überall ergebe sich so die Möglichkeit, mit den Nachbarn ein paar Worte zu wechseln.
Haus mit Seele
Ansprechendes Farbkonzept, Teppiche auch auf den Fluren, großzügige Gestaltung der Gemeinschaftsflächen, Zusatzservices und der Möglichkeit zur gemeinsamen Freizeitgestaltung sind aber noch nicht alles, was die WiWO in diesem außergewöhnlichen Projekt bietet. Besonders wichtig sei auch der Concierge. Er kenne die Bewohner und sei mit ihren Wünschen gut vertraut. „Er ist die Seele dieses Hauses. Eine freundliche Begrüßung und ein persönliches Wort machen eine Wohnung zur Heimat.“