Wildauer Wochenmarkt
…und mittwochs rollt die Frische an
Mittwochs 8 - 14 Uhr
Freiheitstraße (gegenüber REWE)
Vor zwölf Jahren machten auf dem Meyerbeck-Gelände die ersten Markthändler Station. Erst waren es drei Wagen, die einmal pro Woche kamen. Heute stoppen bis zu 8 „fliegende Händler“ vis-a-vis von REWE. Der „Wildauer Wochenmarkt“ hat sich etabliert. Die WiWO arbeitet laufend an einer Ausweitung des Angebotes.
Händlerportraits
Salih Alkan
„In Sachen Frische und Qualität macht mir niemand etwas vor!“ Salih Alkan zeigt selbstbewusst auf seine Ware: „An meinem Obst finden Sie keine weiche Stelle, bei mir ist alles topfrisch.“ Um dieses Versprechen zu erfüllen, steht er viermal die Woche morgens um 1 Uhr auf.
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Sein Ziel ist Berlins größter Obst- und Gemüsegroßmarkt, der um 3 Uhr öffnet: „Dort will ich zu den Ersten gehören, um die besten Produkte zu bekommen. Ich suche mir alles selbst aus, lasse mich niemals beliefern.“ Das sei doch fast so gut wie selbst gepflückt.
150 verschiedene Artikel bietet Salih in den Auslagen seines „Alkan-Früchtebasars“ an. Jeden Tag an einem anderen Ort: „Dienstags bin ich am Zeppelinufer in Teltow, mittwochs hier in Wildau, donnerstags ist mein Einkaufstag, freitags findet man mich in Wandlitz und samstags auf dem Zehlendorfer Frischemarkt.“ Doch egal, wo er gerade ist, überall hat der gebürtige Türke, der im Dezember 1993 nach Deutschland kam, einen zufriedenen und deshalb festen Kundenstamm: „Ich handele seit 22 Jahren mit Obst und Gemüse, damit kenne ich mich aus. Das spüren die Leute und vertrauen mir und meinen Waren.“ Ja sicher sei er nicht der preiswerteste und im Supermarkt könne man immer ein paar Cent sparen. Aber die Kunden wüssten seine Qualität zu schätzen: „Dafür sind sie bereit, ein bisschen mehr zu zahlen. Auch die Rentner, die es ja meistens nicht so dicke haben.“
Der Wildauer Wochenmarkt steht bei Salih Alkan seit 2019 auf dem Tourenplan: „Die Umsätze hier sind zwar nicht gerade rekordverdächtig, aber ich bin zufrieden. Viele sagen, dass sie immer wieder gern zu mir kommen, weil sie bei mir neben guten Produkten auch gute Laune bekommen.“
Der Wildauer Wochenmarkt hat mit dem „Bratwurstbub“ einen neuen Anziehungspunkt. Kornelia und Sebastian Kannenberg verkaufen dort original Thüringer Rostbratwürste und Rostbrätel aus einer Landfleischerei in Mühlberg – Produkte, die sofort großen Zulauf finden. Neben frisch Gegrilltem bieten sie auch marinierte Steaks und Wurstkonserven an. Der Imbisswagen ist Teil einer festen Wochenroute durch die Region.
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Die traditionsreiche Bäckerei Kuske aus Schönwalde bereichert seit Januar 2025den Wildauer Wochenmarkt. Mit handgeformten Broten, klassischen Kuchen und Rezepten aus der 1936 gegründeten Dorfbäckerei trifft sie auf große Nachfrage. Inhaberin Liane Rieß-Meißner verbindet sächsische und brandenburgische Backtraditionen und bringt Spezialitäten wie Senfbrot in die Region. Trotz eher geringer Umsätze auf ihren Dorf-Touren hält sie am Verkaufswagen fest – aus Loyalität zu langjährigen Kunden. Wildau ist nun eine weitere feste Station.
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Mit dem „Spreewald-Fleischer“ der Familie Rösner aus Kuschkow hat der Wildauer Wochenmarkt einen starken neuen Anbieter gewonnen. Seit Ende Juli 2024 bietet das Traditionsunternehmen wieder frische Fleisch- und Wurstwaren sowie eingekochte Hausmannskost an – viele Wildauer kennen den Betrieb noch von früheren Verkaufsfahrten. Besonders gefragt sind Hackepeter, Semmelwürste und Fertiggerichte im Glas. Die Fleischerei wird inzwischen in fünfter Generation von Mutter und Tochter Schiela geführt und produziert nahezu alles in handwerklicher Eigenarbeit. Wildau gehört nun wieder fest zur wöchentlichen Tour.

